
Notfall-Infopunkt
Nachdem der gelbe „Moppel1“ bereits der Einfelder Wehr übergeben worden war, folgten weitere Ausrüstungsgegenstände, um den Notfall-Infopunkt zu komplettieren. Bei der Vorstellung waren neben Vertretern der Stadt Neumünster Vertreter der anderen Wehren und dem DRK vor Ort. Somit sind im Stadtgebiet nun insgesamt sieben Notfall-Infopunkte aktivierbar. Diese stellen Anlaufstellen für die Bevölkerung dar, um Notrufe absetzen, Erste-Hilfe Leistungen empfangen und aktuelle, verlässliche Informationen erhalten zu können.
Neumünster stärkt mit der Einrichtung von Notfall-Infopunkten die Struktur im Bevölkerungsschutz und in der Krisenvorsorge. Sie sind dafür vorgesehen, auch dann eine verlässliche Orientierung und Unterstützung zu ermöglichen, wenn gewohnte Kommunikation- und Versorgungswege nur eingeschränkt oder gar nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Besetzung erfolgt ausschließlich bei Ausnahmelagen, wie beispielsweise während eines flächendeckenden Stromausfalls.
Der Alltag kann aus vielen Gründen unterbrochen werden. Ein Unfall, Extremwetter oder auch ein gezielter Angriff können Strom-, Wasser-, Gas- oder Mobilfunknetze beschädigen. Auch Cyberattacken können Systeme stören, auf die wir täglich angewiesen sind – etwa in Krankenhäusern, bei Versorgern oder im Supermarkt. Eine einzelne Störung kann mehrere Bereiche gleichzeitig beeinflussen und viele Menschen betreffen. Zeit ist dabei ein entscheidender Faktor. In den ersten drei Tagen einer Katastrophe konzentrieren sich die Einsatzkräfte zuerst auf das Dringendste, wie z.B. akut bedrohte Menschen retten und die kritische Infrastruktur stabilisieren.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt, Lebensmittel und Getränke für zehn Tage zu bevorraten. Zehn Tage sind also gut. Drei Tage sind jedoch schon mal ein guter Anfang. Wer also für diesen Zeitraum vorbereitet ist, hilft am Ende nicht nur sich und der eigenen Familie, sondern hält unseren Einsatzkräften, Behörden und Hilfsorganisationen in dieser wichtigen Phase auch den Rücken frei – Selbstvorsorge hilft allen.
Quellen: (1.) Land Schleswig-Holstein unter „schleswig-holstein.de“ mit den Seiten „Notfallinfopunkte in S-H“ und „Komm Klar SH“ (2.) Stadt Neumünster unter „neumuenster.de“ (3.) Kieler Nachrichten vom 17.07.2026 (4.) Holsteinischer Courier vom 18.07.2026 (5.) Prima Wochende vom 19.07.2026 (6.) Pressemitteilung der Stadt Neumünster – verteilt am 16.07.2026



