Arbeitskreis (AKr) Alte Obstwiese

Die alte Obstwiese (weitere Infos) in Neumünster-Einfeld, Kieler Straße 515, geht auf einen intensiv betriebenen Obst- und Gemüsebetrieb zurück. Der landwirtschaftliche Betrieb wurde eingestellt und anschließend lag das Areal über Jahrzehnte brach. Diese Entwicklung hat der Fläche ihren besonderen Charakter gegeben.

Die Stadt hatte vor einigen Jahren die über 31.000 qm große, mindestens 80 Jahre alte Obstwiese in der Kieler Straße 515 im Rahmen des damaligen Biotopverbund-Projekts mit Mitteln des Bundesamts für Naturschutz erworben. Es handelt sich um eine Wiese mit wertvollem alten Baumbestand, wie er bei uns inzwischen kaum noch vorkommt. Die Wiese wird von Schafen beweidet. Ohne eine einfühlsame Pflege und die Nachpflanzung ausgesuchter Sorten wird dieses Idyll auf Dauer keinen Bestand haben.

In Zusammenarbeit mit der Stadt Neumünster hat der "Arbeitskreis Alte Obstwiese Kieler Straße" unter der Zielsetzung "Naturschutz durch Nutzung" die Aufgabe übernommen, den alten Obstbaumbestand zu erhalten, durch Neupflanzungen und Pflege zu verjüngen, das Obst zu verwerten und den Wert dieses historischen Kulturlandschaftselements durch Öffentlichkeitsarbeit wieder ins Bewusstsein zu rücken. Dazu zählt auch das jährliche Obstblütenfest in der Kieler Straße.

Der ehrenamtlich arbeitende Kreis hat sich die Pflege und den Erhalt der alten Obstwiese als wertvolles Kulturbiotop zur Aufgabe gemacht hat. Heinrich Kautzky (0431 6474725) leitet augenblicklich den Arbeitskreis. Dieser trifft sich monatlich zu Pflegeaktionen. Während der Erntezeit sind "Helfende Hände" stets willkommen.

Angeboten werden nach Möglichkeit auch Führungen, die besonders beliebt bei Kindergartengruppen und Schulklassen sind. Gelegentlich werden besondere Aktionen organisiert und durchgeführt, hier ist die "Baumschnittaktion" zu erwähnen. In den "Unterseiten" sind einige Beispiele aufgeführt und bildlich protokolliert.


Ohne aktives Engagement werden diese ökologisch wertvollen Biotope bald verschwunden sein. Damit würde unsere Landschaft an Erlebniswert und Schönheit einbüßen. Ein besonderer Lebensraum für eine vielfältige Fauna und Flora ginge verloren.

Eine der Hauptaufgaben des Arbeitskreises ist es, die vorhandenen Apfelsorten zu bestimmen. Eine bestimmt nicht leichte Aufgaben, da der Baumbestand über Jahre sich selbst überlassen war. Pomologen aus ganz Deutschland wurden und werden zur Obstwiese eingeladen, um bei der Bestimmung zu unterstützen. Auch Fachtagungen in Norddeutschland werden von den Mitgliedern des Arbeitskreises besucht, um zum Erfolg zu kommen. 

Quellen: (1.) Arbeitskreis Alte Obstwiese Kieler Straße - Informationen von der Homepage www.alte-obstwiese.de (2.) Zeitungsartikel Holsteinischer Courier (vom 04.06.09 // 27.10.09 // 17.08.10 // 17.01.11 // 08.10.12 // 15.03.13) und Kieler Nachrichten (vom 04.06.09 // 05.10.09 // 17.08.10 // 17.01.11 // 21.10.13)


Erntezeit - heißt schütteln und pflücken


Probiert wird auch bei der Arbeit


Jeder Baum erhält ein Schild.
Obstblütenfest 2015 - Fotos von rue_ma_einfeld   -   -   -   Obstblütenfest 2015 - Fotos von rue_ma_einfeld   -   -   -   Obstblütenfest 2015 - Fotos von rue_ma_einfeld
Jung und Alt folgten der Einladung und den Ausführungen von Heinrich Kautzky.
Für das leibliche Wohl war beim Obstblütenfest 2015 wieder gut gesorgt.
Ca. 70 Gäste wurden über die Alte Obstwiese in der Kieler Straße geführt.
Informationen rund um die Alte Obstwiese und den Baumbestand gab es reichlich.
Hobby-Imkerin Ulrike Hoffmeister war für die Informationen rund um die Bienen verantwortlich.
Nach der Reha wieder unermüdlich an Bord war Peter, auch Opa Apfel genannt.