Bildung und Betreuung > Kleinkinder > Familienzentrum Kita Einfeld > Teilneubau der städtischen Kita

Nachdem der Neubau der Gemeinschaftsschule zum Jahreswechsel 2017/2018 schon sehr weit fortgeschritten war, las man in den Medien über weitere Baumaßnahmen bzw. Projekte in Einfeld. Mit dabei ist der Kita Neubau im Bollbrück, der als Drucksache 1125/2013/DS der Selbstverwaltung zur Entscheidung vorgelegt worden war und hier in Teilen wiedergegeben wird.

Am 09.02.2016 hatte der Jugendhilfeausschuss das Raumprogramm für den Teilneubau der Kindertagesstätte (Kita) im Bollbrück beschlossen. Auf Basis dieses Raumprogrammes wurde in Abstimmung mit der Kita und dem Fachdienst Frühkindliche Bildung die Planung für den Teilneubau erarbeitet und zum Haushalt 2017/2018 angemeldet. Der Haushaltsbeschluss erfolgte am 13.02.2016.

Die Gebäude vom Familienzentrum Kita Einfeld bestehen aus dem Altbauteil der ehemaligen Schwesternstation, der 1956 errichtet wurde und einem zweiten Bauabschnitt aus dem Jahr 1973.

Die beiden Gebäudeteile sind durch einen Zwischenbau verbunden. Der Altbau aus dem Jahr 1956 ist unterkellert und hat ein ausgebautes Dachgeschoss. Die Räume im Dachgeschoss können auf Grund fehlender rechtlicher Voraussetzungen nicht genutzt werden. Der gesamte Altbau weist erhebliche bauphysikalische Probleme auf. Im Zwischenbau sind eine Gruppe sowie ein Speiseraum und eine Küche untergebracht. Die Küche ist für die Anlieferung ungünstig gelegen und zu klein um die hygienischen Anforderungen zu erfüllen.

Die Planung sieht daher vor, den Altbau und den Zwischenbau durch einen eingeschossigen Neubau zu ersetzen. Der Neubau beinhaltet zwei Elementargruppen, das Familienzentrum, einen Speiseraum für Kinder und die Küchenspeiseraum, der insbesondere durch die deutlich zu kleine Küche schwer zu nutzen ist, wird zu einem Gruppenraum umgebaut. Die Räume sind durch eine zum Innenhof der Kita verglaste Piazza verbunden, so dass eine großzügige Eingangs- und Flursituation als Begegnungsraum entsteht.

Das Familienzentrum wird im Eingangsbereich angeordnet, so dass Besucher das Familienzentrum erreichen, ohne die Kindertagesstätte betreten zu müssen. Die Räumlichkeiten für die Elementargruppen bestehen jeweils aus einem Gruppenraum mit einer Größe von ca. 50 qm, einem Ruheraum mit ca. 20 qm sowie einem Sanitärraum und einer Garderobe. Die Bruttogeschossfläche des Neubaus beträgt insgesamt 734 qm. Der Neubauteil wird nach Energiesparstandard EnEV 2014 Anforderungsstand 2016 gebaut. Die Beheizung erfolgt über ein Blockheizkraftwerk entsprechend Erneuerbarer-Energien-Wärmegesetz.

Die Baumaßnahme wird im laufenden Betrieb durchgeführt. Während der Bauphase werden drei Elementargruppen in Raumcontainern untergebracht. Die Raumcontainer sollen gegenüber der Kita auf der Fläche des Einfelder Marktplatzes aufgestellt werden. Der Baubeginn ist für den Sommer 2018 und wird mit dem Abriss des Bestandsgebäudes in den Sommerferien beginnen. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2019 geplant.

Die Kosten sind mit 2.050.000 Euro berechnet und die Maßnahme wird über das Kommunalinvestionsförderungsgesetz gefördert. Die beantragte Förderungssumme beträgt 542.000 Euro. Der Teilneubau der Kita im Bollbrück ist in konventioneller Bauweise und in loser Vergabe entsprechend der Vergabeordnung (VgV) geplant.

Aus der Luft sieht man deutlich die drei unterschiedlichen Gebäudeteile der Kita. Während der hintere Teil ein Flachdach besitzt, zeigt sich vorn am Altbau das Spitzdach.  (KLick-Bild)

Der vordere Teil am Bollbrück mit Keller und Dachgeschoss wurde 1956 erbaut und wird nun durch einen Neubau ersetzt.


Das Erscheinungsbild des Gebäudes blieb über die Jahre fast unverändert. Nur im Vorgartenbereich kamen einige Verschönerungen dazu.



Im Jahr 1960 und später fand man das Bild der neuen Kita im Bollbrück auf Postkarten.
Quellen: (1.) Stadt Neumünster - Drucksache 1125/2013/DS - unter www.neumuenster.de (2.) Zeitungsartikel Holsteinischer Courier vom 08.02.2018 (3.) Das Titelbild ist eine Reproduktion und zeigt auf der linken Seite den Marktplatz mit den drei Container (in rot dargestellt).

Vorbereitungen für die Container im Juni.

Am Kranhaken auf die Stützen. (Foto uwe-k)

Nun folgen die Anschlüsse Wasser und Strom.