Einfeld-Amtlich > Stadtteilbeirat > Akte auf und Blick drauf

Der Stadtteilbeirat möchte in Kooperation mit dem "Seitenbetreiber" von nms-einfeld.de, neben dem Schaukasten in der Dorfstraße, auch die jetzigen digitalen Möglichkeiten nutzen, um die Kommunikation in Einfeld zu verbessern. Diese Seite bzw. Rubrik wurde Mitte September 2013 neu eingerichtet und bietet dem Stadtteilbeirat die Gelegenheit, um über interessante und manchmal brisante Themen zu berichten. Kontakt mit dem Stadtteilbeirat können Sie per E-Mail über stb (AT) nms-einfeld.de aufnehmen. Alle Mitglieder erhalten eine Kopie Ihres Schreibens. Ihre Schreiben werden, wenn es von Ihnen gewünscht wird, unter "Briefe an den Beirat" veröffentlicht. Der Stadtteilbeirat behält sich dabei das Recht vor, den Brief aus redaktionellen Gründen zu kürzen.

42. Änderung des Flächennutzungsplanes/Bebauungsplanes Nr. 219
 
Die Beiratmitglieder bei der ersten Sitzung.

Die Zusammensetzung des Beirates in 2016

Eine Datenbank mit Stichworten und den dazu passenden Protokollen ist unter "Übersicht STB Protokolle" zu finden.

Protokolle der letzten Beiratsitzungen

Sitzung 04.07.2017

Sitzung 30.03.2017

Sitzung 17.01.2017

Sitzung 12.10.2016

 
Zu den o.a. Bauleitplänen wird von uns wie folgt Stellung genommen:
1. Der Stadtteilbeirat (STB) Einfeld hat sich in seiner Sitzung am 17.04.2013 mit den ersten Plänen zum Gebiet beschäftigt. Das entsprechende Protokoll mit Fragen und Hinweisen aus dieser Bürgeranhörung wird dieser Stellungnahme beigefügt. Auch der aktuelle STB ist mehrheitlich nicht grundsätzlich gegen eine Bebauung des Gebiets. Besonders sei jedoch dabei auf die folgenden Punkte aus dem beigefügten Protokoll hingewiesen:
a) Die Firma Rahm hat darauf aufmerksam gemacht, dass in ihrem Betrieb mitunter auch am Wochenende gearbeitet wird und Kaufinteressenten darauf hingewiesen werden sollten. Dies zu beachten ist besonders wichtig, da in der vorliegenden Lärmtechnischen Untersuchung von Wochenendarbeit nicht die Rede ist.
b) Am Rande des Firmengrundstücks stehen große Eichen, die unbedingt erhaltenswert sind, jedoch Auswirkungen auf die angrenzenden Grundstücke haben werden.
c) Die Zahl der geplanten Pkw-Stellflächen sollte genau im Auge behalten werden. Die bisher vorgesehene Zahl hält der STB für zu gering, zumal es in der Umgebung bereits massive Parkplatzprobleme gibt.
2. Bei der Bürgeranhörung wurde ein Plankonzept vorgestellt, das altersgerechtes Wohnen in zwei Wohnblöcken vorsieht. In den nunmehr vorliegenden Unterlagen ist eine weitere Variante mit enthalten, die bei der öffentlichen Anhörung nicht vorlag. Dieser Variante zufolge wären 16 Reihenhaus-Wohneinheiten geplant. Diese Variante liegt dem STB jetzt erst vor, so dass er sich damit noch nicht in einer öffentlichen Sitzung beschäftigen konnte. Da dies jedoch einige Fragen aufwirft - z.B. zur beabsichtigten "gehobenen Bebauung" und zur oben bereits erwähnten Stellplatzsituation - wird die Variante zu diskutieren sein. Der STB wird dies auf seiner nächsten Sitzung im Januar machen. Gleichzeitig wird erwartet, über mögliche weitere Änderungen künftig zeitnah informiert zu werden. Nur so ist eine angemessene Beteiligung möglich.
3. Ein Teil des überplanten Gebietes war bereits im Jan. ´98 Gegenstand der Bauplanungen in Einfeld. Der damalige STB hatte sich seinerzeit gegen eine Bebauung ausgesprochen. Das Protokoll der Bürgeranhörung wird dieser Stellungnahme ebenfalls beigefügt.
Bebauungsplan Nr. 219 "Nördlich Looper Weg/ Wührenallee"
Stellungnahme Stadtteilbeirat (STB) Einfeld zur Drucksache Nr.: 0273/2013/DS gemäß Beiratssitzung vom 18.06.2014

1) Baudichte ... Der Stadtteilbeirat (STB) Einfeld lehnt eine Bebauung in der vorgesehen Baudichte ab! Die geplante Bebauung ist nach Ansicht des STB zu verdichtet. Bei 17 Häusern in der Bauweise als Einfamilienhaus mit max. zwei Wohnungen oder als Doppelhaus mit jeweils einer Wohnung ergeben sich max. 34 Wohneinheiten. Hinzu kommen vier Geschosswohnungsbauten, in denen eine größtmögliche Zahl von barrierefreien Wohnungen entstehen sollen. Bei einer bebaubaren Fläche der WA 4, 5 + 6 von insgesamt 1.567, 80 qm mit zwei Geschossen ist nochmals mit einer nicht unerheblichen Anzahl von Wohnungen zu rechnen. Einer angekündigten gehobenen Wohnbebauung wird in dieser Form nicht Rechnung getragen. Dies entspricht nicht den Planungen, die dem vorherigen STB anfänglich vorgestellt wurden und wir bitten um Überarbeitung ( z. B. keine Doppelhäuser, je Einfamilienhaus nur eine Wohnung, geringere Grundfläche der Geschosswohnungsbauten, weniger Häuser...)
2) Parkplätze
a) öffentlich  ... Wie bereits bei der ersten Anhörung angemerkt, hält der STB die Schaffung von ausreichend Parkplätzen im öffentlichen Raum des neuen Wohngebietes für unabdingbar. Lediglich 13 öffentliche Parkplätze im Bereich Baugebiet Looper Weg und kein öffentlicher Parkplatz im Bereich Wührenallee halten wir bei der Zahl der möglicherweise entstehenden Wohneinheiten für völlig unzureichend. Hinzu kommt, dass in der Wührenallee zwei der jetzt vorhandenen Parkplätze wegfallen, wenn der Verbindungsweg zur neuen Planstraße auch für Müll- und Rettungsfahrzeuge nutzbar sein soll.
Es sollte mindestens 1 Parkplatz im öffentlichen Raum je Wohneinheit zur Verfügung stehen.
b) privat  ... Der STB schlägt als Schlüssel für die Schaffung von Parkraum auf den Grundstücken von mind. 1,5 Parkplätzen je Wohneinheit vor. Auch bei den Geschosswohnungsbauten, da nicht sichergestellt ist, dass nur Senioren dort einziehen - und selbst wenn: Die Senioren der heutigen Zeit sind mobiler denn je.
3) Spielplatz  ... Angesichts der angestrebten Ansiedelung von Familien und der evtl. Nutzung des barrierefreien Wohnraumes durch Familien mit Kindern vermisst der STB ein Angebot an Spielflächen / Spielplatz.
4) Angrenzender GaLa Baubetrieb  ... Die Käufer von Grundstücken sollten ausdrücklich auf den Bestand des Garten- und Landschaftsbau-Betriebes hingewiesen werden - und auf die damit verbundene Lärmimmission, die auch am frühen Morgen, späten Abend, Wochenende und im Winter sogar auch nachts gegeben ist. Nur so kann vermieden werden, dass es im Nachhinein zu Streitigkeiten kommt, die sich negativ auf den Betrieb auswirken.
5) Knick  ... Wir bitten zu prüfen, ob ein 2m naturbelassener Streifen zum Knick hin ausreichend ist, um diesen zu schützen, und weisen darauf hin, dass im Vorwege festgelegt werden muss, wo sich der Wallfuß genau befindet - insbesondere dort, wo der Knick ohne Wall angelegt ist.Auch ist sicherzustellen, dass - auch wenn er sich in mehreren "privaten Händen" befindet - der Knick ordnungsgemäß gepflegt wird, als Knick erhalten bleibt und regelmäßig ordnungsgemäß auf den Stock gesetzt wird.
6) Ausgleichsfläche  ... Wir lehnen eine zu schaffende Ausgleichsfläche im ortsfremden Bereich von Bönebüttel ab. Die Ausgleichsfläche sollte in Einfeld oder zumindest im Norden von Neumünster ausgewählt werden (evtl. Ökokonto Ostbahn).
7) Rückhaltebecken und Wiese  ... Es ist sicherzustellen, dass diese Ausgleichsflächen in der Zukunft gepflegt werden, um ein ordentliches Erscheinungsbild des Wohngebietes sicherzustellen.
8) Fuß- und Radweg  ... Da im Bedarfsfall der Fuß- und Radweg, der die beiden Baugebiete verbindet, von Müll- und Rettungsfahrzeugen genutzt werden kann, ist sicherzustellen, dass keine anderen Kraftfahrzeuge diesen Weg benutzen können.
9) Wührenallee  ... Nach Anmerkungen von Anwohnern der Wührenallee setzt sich der STB dafür ein, dass den Anwohnern keine Straßenbaukosten entstehen, beispielsweise durch Schäden wegen des Baustellenverkehrs. Zudem sind die vorhandenen großen Bäume unbedingt zu schützen.