Spendenaktion Fahrradhelme


2016 - Fröhliche Gesichter - sicher geschützt ... wieder waren Sponsoren bereit, um die ABC-Schützen mit Fahrradhelmen auszustatten.
Die jährliche Fahrradhelm-Aktion der Einfelder Polizeistation ist eine super Sache. Das Fahrrad ist in Schleswig-Holstein ein wichtiges Verkehrsmittel sowohl für Fahrten zur Schule und zum Arbeitsplatz als auch im Freizeitbereich. Das gilt besonders für diejenigen Strecken, für die es kein angemessenes Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gibt.

Für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II ist das Fahrrad für den Schulweg unerlässlich, wenn die Fahrt zur weiterführenden Schule - entweder unterhalb der Mindestentfernung zwischen Wohnort und Schule oder aufgrund des Alters des Schülers - nach der gültigen Schülerbeförderungssatzung nicht vorgesehen ist.

Die steigende Zahl von Fahrradunfällen und gleichzeitig die Beobachtung, dass die Tragequote von Fahrradhelmen bei Kindern mit zunehmendem Alter rückläufig  und bei Erwachsenen unvermindert niedrig ist, geben Anlass zu höchster Sorge. Die Radfahrunfälle in Schleswig-Holstein steigen jährlich an. Dabei enden fast alle Fahrradunfälle mit Kopfverletzungen. Leider sind auch Tote zu beklagen. Durch das Tragen eines Helms könnten bis zu 80 % der schweren Schädelbrüche bei Fahrradunfällen verhindert werden. Dies ist durch vielfache Untersuchungen belegt.

Jedoch scheint der schützende Fahrradhelm aus der Mode zu kommen. Insbesondere bei Kindern ist die Tragequote eingebrochen. Bei Kindern verliert sich die Zustimmung zum Fahrradhelm mit zunehmendem Alter. Nur 37 Prozent der unter 10jährigen schützen sich auf dem Fahrrad mit einem Helm. Kein Wunder - mit nur drei Prozent sind die Erwachsenen denkbar schlechte Vorbilder. Die Akzeptanz, beim Fahrradfahren einen Fahrradhelm zu tragen, ist lediglich bei jüngeren Kindern und Radsportlern gegeben. "Kopf bewahren" ist deshalb ein Projekt der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein, um speziell die Akzeptanz von Fahrradhelmen zu erhöhen.

Heute ist es schon fast die Regel, dass Kinder mit vier Jahren ein Fahrrad haben. Es sollte für jeden Fahrradfahrer der Helm zur Grundausrüstung gehören. Beim Kauf ist zu beachten, dass der Helm TÜV-geprüft ist und sich genau der Kopfform des Trägers anpasst. Stirn, Schläfen und Hinterkopf müssen gut geschützt sein. Die Riemen sollten sich leicht so einstellen lassen, dass der Helm weder drückt noch rutscht.

Gemäß dem Projektziel der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein hatten es sich die Einfelder Polizeibeamten zum Ziel gesetzt, die Schulanfänger ab 2008 mit Fahrradhelmen auszustatten. Damit soll auch das Projekt "Frühradfahren" an den Grundschulen in Schleswig-Holstein unterstützt werden. In Einfeld kümmert sich Klassenlehrer Tim Steiner um das Thema. Bei dem Projekt trainieren die Kinder der ersten und zweiten Klasse auf Kleinrädern in der Sporthalle oder auf dem Schulhof ihre motorischen Fähigkeiten.

Bei den Übungen sollten die Kinder bereits einen Helm tragen. Deshalb macht Oberkommissar Frank Kickbusch es sich zur Aufgabe, Sponsoren zu finden, die den Kauf von bis zu 70 Stück finanzieren. Knapp € 2.000 werden dafür benötigt, die von Einfelder Bürgern bzw. Geschäftsleuten jedes Jahr gespendet werden. Die bunten Helme werden nach der Einschulung im Beisein einiger Sponsoren an die Schülerinnen und Schüler der Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld übergeben.

Zu den Sponsoren der Aktion 2016 zählen: Lars Wohlers (Mega Bike), Bianka Kortum (Erdarbeiten W. Schröder),  Bernd Schröder (Lütjens Bierstuben), Thomas Paulson (Stern Apotheke und Paracelsus Apotheke), Steffi Stankus (Glücksecke), Björn Schmidt (Provinzial - Einfeld), Norman Kindt (Fa. Harder GmbH), Familie Sachau (De Buurn Bäcker), Ulf Michel (Michel Bau GmbH), Joachim Lorenz (Fahrschule), Manuela Capell (KSports GmbH), Josef Oswald GmbH, Inkus GmbH, Timo Blumeyer (Soft Wash 2000). In der Bildergalerie ist eine weitere Zusammenstellung einiger Sponsoren zu finden.

Quellen: (1.) Projekt "Kopf bewahren" - Firma Continental und Verkehrswacht Schleswig-Holstein (2.) "HELMI" Initiative - Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV)

Klassenlehrer Tim Steiner begann im Jahr 2010 mit der AG Frühradfahren. Im Rahmen des Modellversuches "Frührad-fahren" in Schleswig-Holstein berichteten die Eltern, dass 82% der sechsjährigen Kinder mehrmals in der Woche zum Spielen, 10% zum Einkaufen und 38% zu Freunden, 6% zur Teilnahme an Kursen und 11% zu sonstigen Freizeitaktivitäten ohne erwachsenen Begleitung mit dem Fahrrad fahren. Zur Schule fahren allerdings nur 2% der Erstklässler.


Lars Wohlers, Einfelder und Besitzer der Mega-Bike Geschäfte in Neumünster und Bordesholm, ist seit 2015 Sponsor der Einfelder Fahrradhelm-Aktion.

Die Einfelder Polizisten tragen beim Rad fahren einen Helm und gehen mit gutem Beispiel voran.

Annegret und Jochen Heeschen nutzen ihre Freizeit u. a. zum Rad fahren und selbstverständlich sind die Fahrradhelme bei ihren Touren immer dabei.

2015 - Wieder geschafft ... wieder Sponsoren gefunden, um die ABC-Schützen mit Fahrradhelmen auszustatten. (Foto rue_ma_einfeld)


2014 - Die ABC-Schützen mit den Helmen, den Lehrern, den anwesenden Sponsoren und Polizist Frank Kickbusch.


2013 - Die ABC-Schützen mit den Helmen, den anwesenden Sponsoren und Polizist Frank Kickbusch, sowie "Pelle" mit Polizist Jörg Neumann.


2012 - Die ABC-Schützen mit den Helmen, den Klassenlehrerinnen, den anwesenden Sponsoren und Polizist Frank Kickbusch.


2011 - Die ABC-Schützen mit den Helmen, den Klassenlehrerinnen, den anwesenden Sponsoren und Polizist Frank Kickbusch.


2010 - Die ABC-Schützen mit den Helmen, den Klassenlehrern, den anwesenden Sponsoren und Polizist Frank Kickbusch.


2009 - Die ABC-Schützen mit Helmen und Warnwesten, der Schulleiterin, den anwesenden Sponsoren und Polizist Frank Kickbusch. (Foto: H. Jäger)


2008 - Die Einfelder Grundschüler mit ihren Helmen, mit anwesenden Sponsoren, dem Stadtteilvorsteher und den Polizisten. (Foto: Heinke Jäger)