Koordinationsstelle Familienzentrum Kita Einfeld

Das Familienzentrum Kita Einfeld sollte zu einem Lebens- und Bildungsort für Kinder und Familien wachsen und zu einem Knotenpunkt für Begegnung und Austausch für alle Generationen im Stadtteil Einfeld werden und stand unter dem Motto „Wir bauen die Wege dort, wo die Menschen sie gehen“. Dazu wurde eine "Koordinationsstelle" geschaffen, die personell mit einer Erzieherin besetzt wurde. Zusätzlich wurden Räumlichkeiten als Anlaufpunkt geschaffen.

Nach zwei Jahren lief das Projekt im Juli 2010 aus und wurde, trotz des Erfolges, nicht weitergeführt. Ende 2011 wurden wieder Gelder im Doppelhaushalt für das Familienzentrum bereitgestellt. War das die "Wiedergeburt" einer gut angenommenen Einrichtung?

Der Stadtteil Einfeld besteht aus einem alten gewachsenen Dorfkern und dem stetig wachsenden „neuen“ Einfeld in Stadtrandlage. Daraus ergibt sich die eigene Identität dieses Stadtteils. Hier leben Menschen aller sozialen Schichten, viele junge Familien und allein erziehende Elternteile.

Die große Entfernung zum Stadtkern bedingt, dass in der Innenstadt vorgehaltene Angebote nicht angenommen werden können oder wollen. Aus dieser Struktur ergibt sich eine Fülle von Begegnungs-, Bildungs- und Unterstützungsbedarfen, die das Familienzentrum mit seinen vielfältigen stadtteilbezogenen und präventiven Angeboten vernetzen, erweitern und aufgreifen wollte.

Das Familienzentrum Einfeld ist Bestandteil des Pilotprojektes „Familienzentren in Neumünster.“ Aufbauend auf die professionelle und integrative Kindertagesstättenarbeit, macht sich es das Familienzentrum Einfeld zur Aufgabe, ein breitgefächertes Angebot für Kinder, Jugendliche, deren Eltern und andere Bewohner/innen im Stadtteil zu entwickeln. Dieses Angebot wird gestaltet von der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Einfeld, dem städtischen Jugendfreizeitheim, der Polizeistation und der städtischen Kindertagesstätte Einfeld.

Es wurden von der Diakoniestation am Bollbrück Räumlichkeiten abgetrennt und so zwei Beratungs- bzw. Begegnungsräume für die Koordinationsstelle im Familienzentrum Kita Einfeld geschaffen. In der mittelfristigen Planung stand das Ziel, die Umsetzung des Ratsbeschlusses, Schulkindbetreuung an der Schule installieren. Langfristig war gedacht, ein Haus zu einem Modell „Alles unter einen Dach“ neu auszubauen.

Unter Berücksichtigung der Ziele des Gesamtprojektes „Familienzentren in Neumünster“, hat das Familienzentrum Einfeld folgende Aufgaben zu erfüllen. Unter dem Aspekt "Begegnung im Stadtteil" soll es Kindern und ihren Familien Lern- und Begegnungsmöglichkeiten in unmittelbarer Wohnortnähe schaffen.

Dabei sollen Wünsche und Anregungen von Familien in konkrete Angebote umgesetzt werden. Es würde den Dialog zwischen den Generationen im Stadtteil fördern, einen Angebotsrahmen schaffen zur Vermittlung von Werten und Normen, die Grundregeln des Zusammenlebens vermitteln und Orte für Austausch zu bieten.

Es gilt dabei auch präventiv zu arbeiten. Eine Erziehungsberatung, sowie Angebote zur Gesundheits- und Bewegungsförderung sollen als Thematik mit aufgenommen werden. Es gilt der Gewalt vorzubeugen, Hilfe zur Selbsthilfe zu initiieren und Angebote für „Frühe Hilfen“ zu installieren.

Bei der Maßnahme einzelne Menschen und Familien zu begleiten und entlasten, ist gedacht, Kontakte zu fördern und Ehrenamtliche Hilfen zu initiieren und zu vernetzen. Dabei soll es eine Steigerung von Lebensqualität durch Förderung von Engagement geben. Es wird auch Hilfe bei Alltagskonflikten zu leisten sein. 

In dem Konzept ist daran gedacht, eine Vernetzung zu schaffen und zu erhalten, bei der mit anderen Institutionen im Stadtteil und in der Stadt Ziele gemeinsam verfolgt werden. Den Menschen im Stadtteil werden dadurch vielfältige Informationen und Bildungsmöglichkeiten zugänglich gemacht. Es soll eine schnelle und unbürokratische Hilfe und Vermittlung von Ansprechpartnern möglich sein.

Bei den Methoden zur Umsetzung gilt es, bestehende, gewachsene Strukturen aufzugreifen und weiter zu entwickeln. Es werden Informationsstrukturen und Kommunikationsmodelle im Stadtteil entwickelt. Dabei werden Angebote mit niedrigschwelligem Ansatz geschaffen. Bildungs- und Begegnungsangebote der Kindertagesstätte und vernetzter Institutionen  werden generationsübergreifend und altersspezifisch erweitert.

Es ist zu beachten, daß Angebote im Stadtteil koordiniert werden, um Doppelstrukturen zu vermeiden. Im Zeitlichen Rahmenplan gilt es, kurzfristig einzelne Projekte mit geringem Mitteleinsatz umzusetzen und einen Arbeitskreis und "Runder Tisch" zur Vernetzungsrunde auszuweiten.

Einfeld hofft, dass die Koordinationsstelle beim Familienzentrum Kita Einfeld weiterhin eine ständige Einrichtung im Stadtteil bleibt. Seit Ende 2015 wird die "Koordinations- und Anlaufstelle" durch Stephanie Wandel (vorgestellt im Gemeindebrief 16-03) geführt. Sie ist im Büro zu erreichen unter Tel. (04321) 2683068 oder 528584.     

Quellen: (1.) Entwurf "Kurzkonzeption für ein Familienzentrum in Einfeld" von Annemarie Hillbrand mit Datum 27.02.08 (2.) Stadt Neumünster - Fachdienst Frühkindliche Förderung mit dem Titel Kindertageseinrichtungen publiziert unter www.neumuenster.de (3.) Gemeindebrief der Ev.-Luth. Kirchengemeinde  - Ausgabe 03-2016


Die Koordinationsstelle ist  der Kita angegliedert und im Gebäudeteil am Marktplatz untergebracht.


Erste Aktion als Koordinatorin war Ende 2015 für Steffi Wandel (rechts) ... "Gewalt kommt mir nicht in die Tüte."


Beim Einfelder Frühlingsmarkt 2009 erklärte die damalige Koordinatorin Sabine Beckmann-Gibbisch den Besuchern einzelne Projekte.


Laura und Joke machten Werbung für die Montagsbratwurst nach Feierabend vor dem Familienzentrum.


Mit dem Bollerwagen ging es zu einem der Spielplätze unter dem Motto: Wie viel Bewegung braucht mein Kind".


Montagsbratwurst ist  ein Treffpunkt  für Jung und Alt mit Klönschnack, Kaffee und Saft.


Die ersten 13 Zertifikate wurden nach dem Babysitter-Kursus im Mai 2010 in der Kita überreicht.