Einfeld-Amtlich > Polizeistation Neumünster-Nord

"Nichts ist so beständig, wie der Wandel" ... so ein Zitat des griechischen Philosophen Heraklit. Dies ist scheinbar auch bei der Struktur der Landespolizei in Schleswig-Holstein zu sehen. Am Ende einer Umgliederungskette sieht man im Jahr 2018 die angekündigten Veränderungen bei der Einfelder Polizeistation.

Als Teil der Polizeidirektion Neumünster ist die direkte Unterstellung beim 2. Polizeirevier im Hansaring geblieben, jedoch gibt es in der Einfelder Straße 59 seit 01.01.2018 die Polizeistation Neumünster-Nord (NMS-Nord) mit dem zusätzlichen Dienstort Tungendorf, Hürsland 2.

In Neumünster ist das übergeordnete 2. Polizeirevier ein reines Stationsrevier geworden. Mit dem Verkehrsunfalldienst, der Polizeistation Landesunterkunft und den Dienststellen Nord, Mitte, West  und Südost ist das 2. Revier unter anderem für Stadtteilarbeit und Prävention zuständig. Zu NMS-Nord gehören insgesamt sieben Beamtinnen bzw. Beamte, je drei in den Stadtteilen und dem Leiter der Station Nord in Einfeld. Seit Juni 2014 hat Thorsten Bestmann die Stelle des Dienststellenleiters inne. Die Polizei in Einfeld ist unter 52703, in Tungendorf unter 301924 zu erreichen.

In Einfeld sind große Probleme selten zu finden. Hier macht sich wohl die sehr gute "Prävention" und der gute, ständige Kontakt zu Jung und Alt bezahlt. Die Beamtinnen und Beamten sind im Stadtteil u.a. beim "Runden Tisch" mit Vertretern der Kirchengemeinde, des Stadtteilbeirates, des Sportvereins und des Jugendfreizeitheims vertreten. 

Bei ihrer Tätigkeit stehen sie auch als Schulpaten der Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld sowie den Kitas als besondere Bezugsperson zur Seite. Für die Kinder und Jugendlichen empfehlen sie die Internetseite der Polizei mit dem Titel "polizeifürdich.de" (siehe Verlinkung unten). Dort finden Betroffene interessante Tipps und wichtige Ratschläge zu ganz vielen Themen. 

Bei der Eingemeindung 1970 war der Erhalt der Einfelder Station einer der Verhandlungspunkte mit der Stadt Neumünster. Die Stadt solle außerdem, so hieß es, alle Anstrengungen machen, um die Dienststelle der Polizei in Einfeld zu belassen und nach Möglichkeit noch zu vergrößern. Aber heutzutage machen wirtschaftliche Gründe und die hohen Anforderungen an die Polizeiarbeit vor Ort eine Konzentration auf leistungsstarke Einrichtungen notwendig.

So schrieb der Landesrechnungshof Schleswig-Holstein in seinem Ergebnisbericht 2008 unter Punkt 3.3.4 über "Aufgabenwahrnehmung durch kleine Polizeistationen" wie folgt: "Die Präsenz der Polizei stellt sich heute, bedingt durch große Mobilität und deutlich verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten, sowohl bei der Polizei als auch bei der Bevölkerung anders dar als früher. Ohne die Leistungen der Polizeibeamten in kleinen Polizeistationen schmälern zu wollen, kann festgestellt werden, dass die Veränderungen der letzten Jahre die aus der Vergangenheit herrührenden Leistungsstärken der kleinen Polizeistationen beeinträchtigt haben."

Das Innenministerium strebte zunächst die Entwicklung landesweiter Standards und regionaler Entwicklungskonzepte der Polizeidirektionen an. Auf dieser Grundlage sollte im Zuge eines schrittweise erfolgenden landesweit koordinierten Einführungsprozesses ein optimierter Ressourceneinsatz in der Fläche realisiert werden.

Diese nicht umkehrbare, gegen die kleinen Polizeistationen laufende Entwicklung wird sich fortsetzen. Schon heute wird deutlich, dass die kleinen Polizeistationen relativ teuer sind und deshalb von den Verantwortlichen organisatorisch reagiert werde musste. Die Einfelderinnen und Einfelder sind über den Erhalt und die personellen Verstärkung der Polizei vor Ort in der Einfelder Straße sehr erleichtert.

Unsere Einfelder Polizei mit Thorsten Bestmann (Bildmitte) an der Spitze. Ihm zur Seite stehen u.a. Karsten Kils und Bonny Häusler. (Klick-Bild)


Diensthund Tara gehört seit dem 01. September 2017 mit zum Team.


"Vatertag 2008" - Großer Polizeieinsatz am Einfelder See, aber alles "im grünen Bereich" unter Einfelder Führung.


Die Verkehrserziehung spielt in der Schule eine große Rolle und dabei erhalten unsere Beamten tatkräftige Unterstützung.

Quellen: (1.) Etatrede 1970 von Bürgervorsteher Bruno Fuhlendorf (siehe auch "Einfelds Geschichte - Eingemeindung") (2.) Ergebnisbericht 2008 des Landesrechnungshofes S-H vom 14.11.07 und den "Bemerkungen 2006, Nr. 18" (3.) Vorstellungen und Pläne einer neuen Struktur der Polizeidienststellen in Neumünster während der Stadtteilbeiratssitzung am 23.06.2016 (4.) Organigramm der Polizeidirektion Neumünster unter www.schleswig-holstein.de
(5.) Zeitungsartikel im Holsteinischen Courier vom 25.06.16 // 03.11.16 // 12.01.18 (6.) Zeitungsartikel in den Kieler Nachrichten vom 10.02.16 // 26.03.16 // 25.06.16 // 12.01.18

Die Beamtinnen und Beamten der Polizeistation Neumünster-Nord empfehlen für die Kinder und Jugendlichen die Internetseite der Polizei www.polizeifürdich mit vielen Tipps und Informationen:
"Hier erfährst du, wo du Hilfe finden kannst, wenn du in einer Notsituation bist oder Probleme hast. Die Hilfe kann von der Polizei aber auch von anderen Einrichtungen wie zum Beispiel Beratungsstellen kommen. Wenn du dich an die Polizei wendest musst du bedenken, dass diese einen Strafverfolgungszwang hat, das bedeutet, sie muss jedem Hinweis auf eine mögliche Straftat nachgehen. Hilfeangebote können vielfältig sein. Sie können von dir telefonisch, persönlich oder online in Anspruch genommen werden. In der Regel entstehen dir dadurch keine Kosten und deine Angaben werden vertraulich behandelt."